Die drei besten Restaurants in Lima: Weltklasse.

Ich hatte es bereits mehrfach hier erwähnt und es ist für Peruaner nahezu eine Binsenweisheit: die Kulinarik Perús ist die beste Südamerikas. Nun ist sowas ja leicht dahergesagt und die Qualität nationaler Küchenkulturen entzieht sich naturgemäß jeglicher empirischen Messbarkeit. Anders gesagt: in diesem Bereich fehlen die harten Fakten.

Da lässt ein anderer Umstand aufhorchen, der sich vorgestern Abend ereignete. In London wurde eine exklusive Liste veröffentlicht: die TOP 100 Restaurants der Welt. Sicher, man könnte nun sagen, pfff, woher wollen die denn das wissen, ist das relevant? Antwort: ja, es ist relevant. Es ist DIE weltweit anerkannte Liste der besten Restaurants der Welt. Punkt.

Das erstaunliche an der Liste: es finden sich darin 3 Restaurants aus Lima.

Platz 14: Astrid y Gastón
Ich hatte über den Doyen der peruanischen Fusionsküche Gastón Acurio schon geschrieben. Neben seiner hervorragenden Platzierung konnte Acurio noch eine andere Auszeichnung mitnehmen „Highest Climber“. Bedeutet: er hat in dem Ranking am meisten Boden gutgemacht. Letztes Jahr war er noch auf Platz 34… Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

Platz 50: Central
Hier steht Virgilio Martinez am Herd. Geboten wird ebenfalls peruanische Fusionsküche mit internationalem Touch. Die aktuelle Menükarte enthält unter anderem zwei 10-Gänge-Menüs (Preis etwa 80 Euro), die sehr experimentell anmuten. Eines nennt sich „EXPERIENCIA ORIGEN“ – Erfahrung des Urspungs. Das andere BIODIVERSIDAD X . Was das zweite genau enthält, wird aus der Karte nicht ganz deutlich, aber die Gerichte sind nach den Landschaften Perus benannt – vom Amazonas über das Andenhochland bs zu den Küstenregionen. Klingt verdammt interessant.
Das Restaurant verfügt jedenfalls über einen Garten, eine Bar, über eine exquisite Teekarte sowie selbst produziertes Wasser. Der Weinkeller ist enorm und hat einen eigenen Twitteraccount. Schräg. Anspruchsvoll. Höchste Qualität.

central

Platz 76: Malabar
Über das Malabar konnte ich nicht so viel erfahren – die Website ist gerade „en construcción“. Medien berichten von einer „minimalistischen Küche“ und 10-Gänge-Menüs für 50 Euro des Küchenchefs Pedro Pablo Schiaffino.

Hier ein Video mit Schiaffino, das ihn zeigt auf dem Land auf der Suche nach neuen Zutaten, die mir jedenfalls völlig unbekannt sind, und bei der Zubereitung in seiner Küche. Mit Sicherheit ebenfalls ein ganzer heißer Tipp.

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