Akkreditierung als Journalisten in Perú

Ich bin Journalist. Wir wird man das eigentlich offiziell? Gar nicht. Man muss nur seinen Unterhalt mit dem Job verdienen und tritt dann einem der Journalistenverbände bei. Dann kann man einen Antrag auf einen Presseausweis stellen, der den Status dann quasi besiegelt. Hat ja auch ein paar rechtliche Konsequenzen.

Ich bin Mitglied im Deutschen Journalisten Verband (DJV). Vorteile hat das kaum. Presserabatte – ach Gott, werden überschätzt. Nützlich ist es allerdings, wenn man irgendwo hineinwill, Messen zum Beispiel. Dann reicht meistens der gescannte Ausweis bei der Vorab-Akkreditierung und gut ist. Aber nicht, dass ihr glaubt, ich käme in jedes Konzert von Lady Gaga oder ähnlichem für lau rein. So läuft das in der Branche einfach nicht.

Wie geht jetzt aber im Ausland vonstatten? Habe ich bisher noch nie gemacht. Daher beim DJV angerufen. Super Service dort. Die in Stuttgart – man ist Mitgleid beim jeweiligen Landesverband – gaben mir eine Nummer bei der Bundesorganisation, die mir dann umgehend die Materialien zugeschickt haben. Topp.

Im Grunde handelt es sich dabei um Formulare, mit dem man einen temporären peruanischen Jorunalistenausweis beantragt. Vorteil unter anderem, wenn ich das richtig verstehe: man hat gleich ein Einreisevisum für ein Jahr in der Hand. Praktisch.

Außerdem dabei: Formulare für den peruanischen Zoll. Darin kann man die technischen Gerätschaften auflisten, mit denen man ein- und wieder ausreisen will. Dann muss man das nicht verzollen und erspart sich Verwicklungen bei der Einreise. Nun gut, wir haben eigentlich nur Amateurkram dabei, aber sicher ist sicher. Werden wir einreichen diese Liste. Man sollte nicht vergessen: die EU ist eben traumhaft, was das alles angeht. Wir sind da sehr verwöhnt inzwischen und wissen es daher gar nicht recht zu schätzen. In Südamerika herrschen hingegen an den Grenzen zollmäßig Zustände wie hierzulande vor 100 Jahren. Mindestens.

Und warum machen wir das eigentlich mit diesen Anträgen? Kann man nicht einfach so rumreisen und darüber berichten? Kann man. Aber wir wollen mehr. Wir wollen Termine mit Museen, offiziellen Vertretern der Tourismusbehörde, Stadtverwaltungen, was auch immer. Da ist es einfach besser, wenn man so einen Ausweis in der Tasche hat und sagen kann: Guten Tag, wir sind deutsche Journalisten und machen eine Reportage über Perú als Reiseland. Können wir mal hier grade den Bahnhof fotografieren, das Restaurant, die Markthalle? Herr Polizist, Sie glauben uns nicht und halten uns für Spione oder Terroristen? Hier der Ausweis …

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