Cocktail für Freitag Nacht: Algorrabina

Fundstück heute bei Facebook heute: ein Foto mit einer Frage des Accounts von Perú Mucho Gusto. Ein Regierungskanal, der die gastronmische Vorzüge von „El Perú“ anpreisen soll.

Denn eins ist mal klar: El Perú hat in Südamerika die beste Küche! (Das glauben Argentinier und Chilenen zwar auch, aber nun gut. Stimmt schon.)

Jedenfalls haben die heute dieses Foto gepostet. Die Frage dazu (braver Communitymanager, brav) war: welchen der Cocktails bevorzugt ihr am Freitag Abend, um die Nacht zu beginnen?

Tja, wir fragen uns zunächst: Was sehen wir da überhaupt?

Rechts: einen Pisco Sour. Bei Pisco handelt es sich um einen Weinbrand. Pisco ist der Nationalschnaps Perús und macht als Mix mit Zitronensaft seit Jahren Karriere in den Bars Südamerikas. Dazu an anderer Stelle mehr.

Links: Ein Algorrabina. Noch nie gehört? Wir auch nicht. Die Forschungen ergeben: es handelt sich um einen Cocktail, der den gleichnamigen Sirup aus einer Art Johannisbrot enthält. Jedenfalls ist es die gleiche Gattung: Prosopis. In Perú wird offenbar Prosopis pallida angebaut. Nennt man Algarrobo oder auch Huarango.

Die Fruchtschote dieser Pflanze wird gepresst, gemahlen oder zu einem Sud zerkocht. Daraus entsteht eine Art Sirup. Wie das Foto mit dem Produktportfolio der Kooperative ECOBOSQUE zeigt, die im Norden Perús die Früchte verarbeitet, wird daraus auch eine Art Muckefuck gefertigt. Die Schoten werden geröstet und zermahlen. Ecobosque ist übrigens eine Sociedad Comercial de Responsabilidad Limitada, conformada por mujeres y hombres campesinos de la Comunidad Campesina de Locuto, Tambogrande, Piura. – eine GmbH gebildet von Bäuerinnen und Bauern des Dorfes Locuto, Tambogrande, Piura.

Die Produktionsbedingungen dort werden sicherlich andere sein, als in dieser privaten Siederei…

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