Entwurf der Andenroute

Wir wollen etwas sehen von Perú, mehr als die Megametroploe Lima. Uns interessieren die Anden, die Landschaft, die Menschen, die Art des Lebens in diesen abgeschiedenen Tälern. Nur wo beginnen? Es gibt Punkte, die bieten mehr: Nationalparks, Landschutzgebiete, Biosphärenreservate. Diese öffnen sich mehr und mehr für eine Art sanften Tourismus, die Naturwunder werden zugänglich gemacht. An denen wollen wir uns entlanghangeln.

Von Lima aus gesehen, ziehen die Touristenströme hauptsächlich in den Süden von Perú. Man kennt die Ziele, man weiß was einen erwartet: Macchu Picchu, Titicaca-See, Cuzco, Arequipa. Ehrlich gesagt: Menschenmassen, die sich durch archäologische Wundertümer quälen, ist nicht so ganz unser Ding. Wer braucht noch einen Bericht über diese Orte? Da ist noch viel mehr in Perú.

Wir werden daher zunächst nach Norden fahren. Mit einem Mietwagen. Bei Avis geschaut: geht eigentlich, der Wochenpreis für ein mittelgroßes Allrad-Auto ist vertretbar.

Hier ein Entwurf, was wir uns ab Lima zusammengebastelt haben. Insgesamt etwa 1.000 Kilometer, was in einer Woche entspannt machbar sein müsste.

Tag I: Caral – 5.000 Jahre Geschichte
Nach Norden hoch der Küste entlang geht es auf der Panamericana am ersten Tag nach Caral. Dort befindet sich ein vorhistorisches Weltwunder. Denn Caral ist seit 5.000 Jahren besiedelt. Was übrig blieb, sind die Reste der Hochkultur der Caral, die 1.000 Jahre lang diesen Raum beherrschte und um 1.800 v Chr. im Nichts der Geschichte verschwand. Zu sehen ist also: Die älteste Zivilisation Amerikas. | Infos span. Wikipedia

Dann geht es weiter mit dem Auto in die Anden bis nach Cajatambo.

Tag 2/3: Hochgebirge Anden
Cajatambo liegt auf etwa 3.000 Meter Höhe und zu Füßen des halben Dutzend 6.000er, die Teil der „Zona Reservada Cordillera Huayhuash“ sind. Wir werden sicher nicht ins Hochgebirge aufsteigen (für das es hier einige Tourenanbieter gibt), sondern mit Wanderschuhen die Gegend erkunden. Wenn’s toll ist, vielleicht bleiben wir und machen eine geführte Tagestour in den Tälern.

Tag 4: Der Bergsee
Nächstes Ziel: Junin. Dort befindet sich der zweitgrößte See Perús, der Chinchaycocha. Eine Besonderheit hat das Ganze: wir befinden uns auf 4.100 Meter Höhe.

Tag 5/6: Der Regenwald
Wir fahren von Junin nach Oxapampa. Das liegt am Rande des Nationalparks Yanachaga-Chemillén mit einem ausgedehnten tropischen Regenwald an den Hängen der Andenausläufer. Und El Che Guevara hat hier auch Station gemacht auf seiner legendären Reise, Ende April 1952.

Tag 7: Zurück über die Anden nach Lima via Huancayo.

Ich bin gespannt auf die Straßen. Was man so an Fotos zu sehen kriegt, dann wartet abseits der großen Magistralen teilweise die Schotterpiste. Deswegen das mit dem Allrad.


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