Google als Bildwörterlexikon: Mazamorra, Yuquita und Juane

Die Bildersuche von Suchmaschinen wie Google ist das Bildwörterbuch unserer Zeit. Was kann ein Bildwörterbuch? Es visualisiert Begriffe, für die man zwar die Entsprechung in der eigenen Sprache kennt, unter denen man sich aber genausowenig vorstellen kann, wie unter dem fremdsprachlichen Ausdruck.

Beispiele gefällig?

Wir sind über drei neue, uns unbekannte Gerichte gestolpert.

Das Maisdessert: Mazamorra
Mazamorra besteht aus einer Gelatinemasse, unserer Roten Grütze von der Konsistenz her nicht ganz unähnlich, angedickt mit chuña – einer Kartoffelstärke. Wichtigste Zutat ist eine bestimmte Maissorte. Es handelt sich um dunkelroten Mais – maíz morada. Mais ist – neben der Kartoffel (la papa) – bereits Grundnahrungsmittel der präkolumbinanischen Zivilisationen gewesen und hat bis heute eine große Bedeutung in Südamerika. Es gibt daher viele verschiedene Sorten.

Hier ein Screenshot mit dem Ergebnis der Google-Bildersuche nach Mazzamorra. Ganz oben links sieht man einen der roten Maiskolben. Generell gibt es offenbar viele Zubereitungsmöglichkeiten: mit Milchreis, mit Kürbiseinlage usw.

Die frittierte Palmenwurzel: Yuquita
Sie steht in viele deutschen Wohnzimmern: die Yucapalme. In Chile kommt ihre Wurzel auf den Tisch. Und zwar in Mehl gewälzt und dann frittiert. Nennt man dann Yuquita. Gibt es offenbar sogar in industriell verarbeiteter Form als Snack, wenn wir die Tüte in einem der Fotos richtig deuten.

Der Palmenkopf aus dem Dschungel: Juane
Zuletzt ein Reisgericht, gerne mit Huhn und diversen Gemüsen vermischt. Das wird dann in ein Palmenblatt gewickelt und gedünstet. Das Gericht kommt, man ahnt es, aus dem peruanischen Amazonasgebiet. Oder, wie es in vielen Beschreibungen immer wieder heiße: la selva – die übergrüne Dschungelwildnis.

Die peruanische Küche ist vielfältig und mit Googes Bildersuche ist es ein leichtes, sich diese Welt visuell orientiert zu erschließen.

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