Sonidos del Perú: Miki González – vom Kokarock zu Loungesounds und zurück.

Miki González61 Jahre ist der peruanische Musiker Miki González mittlerweile alt und offenbar immer auf der Suche nach neuen Sounds. Vor ein paar Tagen hat er ein neues Video vorgestellt, mit dem er zurück auf Anfang geht.

Begonnen hat der in Spanien geborene Sänger und Guitarrist als Blues- und Rocksänger in verschiedenen Bands in den 80ern. Der Stil wird beschrieben als eine Mischung aus Rock, afrikanischer Rhythmik und Andenkultur. Immer wieder hat er sich dabei mit der Zensur angelegt. Aufführungsverbote und Boykotte durch die Medien folgten. Höhepunkt dieser Zeit war seine Hymne an den Kokainstrauch Hoja Verde de la Coca – Grünes Blatt des Kokain.

In den 90ern wurde es etwas ruhiger um den zeitweise sehr populären Musiker und erst ab 2004 trat er wieder in Erscheinung. Nun präsentierte er sich als Solokünstler und einer völlig anderen Stilrichtug: Elektronische Musik. Vielleicht kann man es als Loungesounds bezeichnen und wieder wurden andinische Elemente eingearbeitet. Am erfolgreichsten wurde das Album Café Inkaterra, das hier komplett zu hören ist.

Jetzt also ist Miki González wieder bei seinen Wurzeln angelangt – dem eingängigen Rock. In einem Interview berichtet er, wie es aktuell um seine Karriere steht. Er wird darin u.a. gefragt, ob man von Rockmusik in Perú leben können. Seine desillusionierende Antowrt: Nein, eher nicht. Er sei auf Tourneen in Europa angewiesen, was aber nicht mehr so gut läuft in der letzten Zeit. Ein Grund: Zu wenig Fans auf Facebook.

Sein neuester Song heißt Chocolate und im Video sieht man auch ein paar historische Aufnahmen aus seiner Karriere.

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