Große Inka-Ausstellung ab Oktober 2013 in Stuttgart

Am 12. Oktober 2013 eröffnet im Linden-Museum in Stuttgart, einem völkerkundlichen Museum des Landes Baden-Württemberg , eine große Ausstellung über die Inka. Die Inca/Inka beherrschten den Andenraum vor der Ankunft der Spanier von Ecuador bis Chile. Unter dem Titel INKA – Könige der Anden wird europaweit die erste Schau zur Kultur der Inka gezeigt. Hier mehr Infos des Museums.

Das Imperium der Inka
Das Imperium der Inka war das größte indigene Reich, das jemals auf amerikanischem Boden erschaffen wurde. Mit Cusco in Peru als Machtzentrum erstreckte es sich über annähernd 5.000 km entlang der Anden von Kolumbien bis nach Chile.

Das Linden-Museum Stuttgart begibt sich auf die Spuren der legendären vorspanischen Inka-Kultur und zeigt diese von ihren Anfängen in der Mitte des 11. Jahrhunderts bis in die Kolonialzeit. Der Fokus der Schau liegt auf der imperialen Phase. Die Architektur, das Leben der Inka-Adligen in Cusco, die imperiale Religion mit dem Sonnentempel als Zentrum, Krieg, Landwirtschaft und nicht zuletzt die Verwaltung des riesigen Reiches mit Hilfe der Knotenschnüre stehen im Mittelpunkt. Anhand der berühmtesten Inka-Herrscher Viracocha, Pachacutec Yupanqui und Topa Inca Yupanqui, die nicht nur als die Erschaffer des Inka-Reiches, sondern darüber hinaus als die Erbauer von Cusco und Machu Picchu gelten, wird der Besucher durch die Ausstellung geleitet.

Goldene Lama-Figurine, 14. - 16. Jh., Copyright: The Trustees of the British Museum

Goldene Lama-Figurine, 14. – 16. Jh., Copyright: The Trustees of the British Museum

Wertvolle Kulturschätze
Farbenkräftige und reich gemusterte Textilien, wertvolle und sehr seltene Opferschalen aus Stein, Goldschmuck, Knotenschnüre und Rekonstruktionen archäologischer Stätten vermitteln dem Besucher einen vielfältigen Eindruck der Inka-Kultur. Sie erklären die Herkunft, Religion, Architektur, Wirtschaft und Machtverhältnisse des Inka-Reiches. Den anhaltenden Einfluss der Inka unter spanischer Herrschaft belegen Ritualbecher, Textilien und Gemälde aus der Kolonialzeit.

Hochkarätige Leihgeber
Die Ausstellung vereint Objekte aus folgenden Museen und Sammlungen:
Museo Nacional de Arqueología, Antropología e Historia del Perú, Museo Larco Lima, British Museum London, Museo de América Madrid, Ethnologisches Museum Berlin, Linden-Museum Stuttgart, Staatliches Museum für Völkerkunde München, Münchner Stadtmuseum, Museum für Völkerkunde Hamburg, Världskulturmuseet Göteborg, Museum der Kulturen Basel, Museum an de Stroom Antwerpen, Niedersächsisches Landesmuseum Hannover, Staatliche Münzsammlung München, Bonner Altamerika-Sammlung der Universität Bonn sowie private Leihgeber.

Oréjon, goldene Figur eines Inka-Adligen, 15. - 16. Jh., Linden-Museum Stuttgart, Foto: Anatol Dreyer

Oréjon, goldene Figur eines Inka-Adligen, 15. – 16. Jh., Linden-Museum Stuttgart, Foto: Anatol Dreyer

Im Anschluss der Schau in Stuttgart wird die Ausstellung im Lokschuppen Rosenheim zu sehen sein.

Uncu, 14. - 16. Jh., Copyright: Staatliches Museum für Völkerkunde München, Foto: Marianne Franke

Uncu, 14. – 16. Jh., Copyright: Staatliches Museum für Völkerkunde München, Foto: Marianne Franke

2 Gedanken zu „Große Inka-Ausstellung ab Oktober 2013 in Stuttgart

    • Ja. Dort sind alle Ausstellungsstücke dokumentiert. Kostet glaube ich 25 €. Sehr aufwändig gemacht, Hardcover, durchgängig vierfarbig. Sehr empfehlenswert.

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